Wie entstehen psychische Erkrankungen? – TEIL 2

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Wie entsteht eine psychische Erkrankung? Fortsetzung:

Wenn er beispielsweise nie gefordert gewesen ist, sehr viele selbständige Entscheidungen zu treffen. Er vielleicht gar nicht die Idee entwickelt hat – es nicht Teil der Grundannahmen ist – dass ihm dies möglich ist, das aber nun gefordert ist. Er quasi ein Programm bräuchte, um selbständige Entscheidungen zu treffen. Die Grundannahmen, die Weltsicht, die er entwickelt hat, das aber nicht hergeben, dann wird er dieses Programm auch nicht erstellen können.

Hinzu kommt, dass diese Grundannahmen uns eine innere Struktur geben. Sie stellen im Grunde die Basis für unser Seelenleben dar. Das bedeutet also, wir können die Grundannahmen nicht einfach löschen. Wir können uns nicht formatieren und alles beiseite packen. Denn darauf, auf diesen Grundannahmen bauen wir unser Erleben, unsere Programme, die uns Handlungsoptionen geben, auch auf.

Was heißt das? Bei einer deutlichen Veränderung unser Bedürfnisse, deutlichen Veränderungen unserer Umgebungsanforderungen, kann die Situation entstehen, dass wir mithilfe der Programme, die wir sozusagen erstellt haben und uns Handlungsoptionen geben, auf die wir eine innere Struktur aufbauen, die uns aber auch in unseren Möglichkeiten begrenzt, nicht mehr in der Lage sind, unsere Bedürfnisse zu erfüllen.

Was geschieht wenn wir den Anforderungen nicht mehr entsprechen und die Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden können? Der Körper zeigt uns das. Wie macht er das? Ein kurzer Exkurs …

Das heißt etwas Unangenehmes ist notwendig, um einen Leidensdruck aufzubauen. Wenn jetzt also im psychischen Bereich eine grundlegende Veränderung notwendig wäre, um unsere Bedürfnisse wieder zu erfüllen, so grundlegend, dass es quasi an unserem Fundament kratzt, an unserer Weltsicht, wir uns elementar infrage stellen müssen dafür, dann bedarf es schon eines sehr, sehr mächtigen Leidensdrucks. …

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1 Antwort

  1. Michael Schuhmann sagt:

    Hallo Jan-Philipp,
    habe mir eben beide Teile angesehen und ziehe starke Paralellen zu „flach Erd Gläubige“, die dann wohl – wie ich bereits selbst vermutete – an einer psychischen Störung leiden.
    Ich habe schon öfter mit einigen auf YT diskutiert und sie schwören Stein und Bein darauf, das die Erde flach und die globale Erde eine Verschwörung sei. Ich habe versucht ihnen mit einfachen Beispielen (Sonnenuntergang, Messungen/Geometrie, etc.) zu zeigen, wie man herausbekommen kann, das die Erde global ist und nicht flach. Darufhin kommen oft noch abstrusere Behauuptungen, das „wir“ manipuliert werden, an eine globale Erde zu glauben.

    All meine Bemühungen schlugen allerdings bisher fehl (bzw. meine Kommentare wurden gelöscht und ich gesperrt). Sind diese Menschen nun tatsächlich psychisch gestört? Ich denke mal JA. Denn die „FlatEarth-Gurus“ setzen ja genau an den Grundannahmen an und behaupten diese seien falsch. Somit steht der gemeine (labile) Zuschauer sich einen noch viel größeren Konflikt ausgesetzt. Seine Jahrelangen Grundannahmen sollen Manipulationen sein und die „flache Erde“ der tatsächlichen Wahrheit entsprechen?
    Von daher bin ich der Meinung, das solche Videos, labile und junge Menschen geradezu in eine psychische Störung TREIBEN und bin dafür, das YT etwas dagegen unternehmen MÜSSTE.
    Andererseits könnte sich YT darauf berufen: „Dummheit verbreiten ist (leider) nicht strafbar.“

    MfG
    Michael Schuhmann

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