Bei Depression: Therapie oder Medikamente? TEIL 2

– – > Zum Video Teil 1

Schauen wir uns jetzt mal an wie Psychotherapie wirkt:

Hier haben wir also wieder jemanden – das hier ist der Level eines normalen Serotoninspiegels – und jetzt haben wir hier eine Person, die ist depressiv, der Spiegel ist genauso abgesunken wie bei der Person oben, und die entschließt sich jetzt eine Psychotherapie zu machen. Sei es eine Verhaltenstherapie zum Beispiel wo sie ziemlich direktiv – also ziemlich direkt – Anweisungen bekommt auf der Handlungsebene was sie zu verändern hat im Leben oder sei es eine analytische oder eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, wo es erst mal darum geht zu schauen welche Bedürfnisse sind aus welchem Grunde jetzt bei dieser Person nicht ausreichend beachtet.
In jedem Fall wird die betreffende Person jetzt Rückmeldungen erhalten und ihr wird bewusster werden, welche seelischen Bedürfnisse bisher keine Beachtung finden. Das ist erst mal ziemlich anstrengend. Das möchte man jetzt nicht unbedingt hören.
Das heißt also in vielen Fällen wird es der Person mit Beginn der Psychotherapie erst mal nicht besser gehen, vielleicht sogar – das zeichnen wir hier jetzt mal so ein – vielleicht sogar erst mal etwas schlechter. Manchmal ist es auch anders, da wird die Person dann vielleicht sich sagen: Endlich hört mir mal jemand zu, da kann ich einiges abladen. Gut, also, manchmal hat eine Psychotherapie auch sofort schon einen guten Effekt, muss aber eben nicht so sein und es kostet erst mal einiges an Überwindung, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das tut man ja bei der Psychotherapie sehr viel mehr als wenn man jetzt eine Pille einnimmt, sag ich jetzt mal so.
O. k. es geht dann aber in der Psychotherapie darum, eben ganz gezielt sich klar zu machen welche seelischen Bedürfnisse eben nicht im Einklang sind d.h. es geht sehr viel mehr darum auf der Ebene des Ursprungs der Depression zu arbeiten. Es folgt also eine Veränderung des Lebens. Es erfolgen Handlungsimpulse. Die Person macht sich das klar und beginnt jetzt nun im Rahmen der Psychotherapie etwas am Hintergrund der Depression zu verändern. Etwas an seinem Leben zu verändern. Das geht aber einher mit einer Veränderung der bisherigen Lebensstrukturen. Das macht eben auch Angst und das ist anstrengend, dafür braucht man auch schon eine gewisse Energie. Und das geht einher mit einer Veränderung in den bisherigen Beziehungen. Das heißt sowohl die privaten Beziehung als auch die Beziehungen auf dem Arbeitsplatz verändern sich auch. Und die Umgebung hat nicht unbedingt darauf gewartet dass diese Person sich jetzt zu verändern beginnt. Manchmal ganz im Gegenteil: Die Umgebung hat sich ganz gut so darauf so eingestellt, profitiert vielleicht sogar davon, dass es dieser Person so ergeht wie bisher. Profitiert vielleicht an den Beziehungsmustern und den Handlungsmustern dieser Person. Das heißt also die Umgebung wird sich erst mal nicht freuen und die Person unterstützen, sondern in vielen Fällen gibt es für diese Person einen ziemlichen Widerstand …

Das könnte Dich auch interessieren...

3 Antworten

  1. Schneider, Heike sagt:

    Das Wirrwarr der Psychotherapie und die Psychopharmaka sind das HAUPTPROBLEM:
    Verbrecher machen unter diesen MITTELN MILLIARDEN Gewinne.
    Hinzu kommend Esoterik. Diese Gesellschaft ist durch AGGRESSIVE Fehlpolitik krank.
    Hier bekommen Täter IMMER RECHT.

  2. Dedicated server sagt:

    Dieses ist allerdings nicht nebenwirkungsfrei und zeigt starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Schlafstorungen, starke Angst oder Nervositat vor, wird der Arzt entsprechend weitere Medikamente verordnen.

  3. K.Schwarz sagt:

    Herzlichen Dank für diese informativen und leicht verständlichen Vorträge!
    Im Internet ist gerade in diesem Bereich so viel Zweifelhaftes und Zwielichtiges zu finden, von dem man besser die Finger lassen sollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.